Früher waren rund 3/4 der Landesfläche Bayerns von Wäldern bedeckt.
Traumhafte Buchenwälder, so weit das Auge reichte.
Für die Artenvielfalt war und ist er von größter Bedeutung.

Buchenwald

Heute sind nur noch rund 1/3 Bayerns von Wald bedeckt.
Die Brennholz-Nachfrage nach der sog. „Energiewende“ ist enorm.

Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner aus Ebrach versucht einen Spagat zwischen wirtschaftlicher Arbeit und Naturschutz.
Er empfiehlt nach dem Fällen einen Teil liegen zu lassen, der z.B. Käfern, Baumpilzen und seltenen Insektenarten als Lebensraum dient.

Beispielsweise sind Schwarzkäfer auf den Zunderschwamm angewiesen.

Zunderschwamm Engagement

Hier die erste gute Nachricht:

Der Schwarzkäfer war bis vor kurzem noch beschränkt auf Naturwaldreservate. Heute wissen wir, dass er im Wirtschaftswald langsam
wieder Fuß fasst. Hierüber werden Listen geführt und Herr Mergner freut sich über jeden Fund. Diese Käferart breitet sich allmählich wieder aus.

Mit seinem Engagement macht sich Herr Mergner aber nicht nur Freunde.

Er wiedersetzte sich im vergangenden Jahr den Vorgaben der Forsthauptverwaltung, die die abzuliefernenden Mengen an
Buchenstämmen festgelegt hatte. Einigen Naturschützern geht der Schutz nicht weit genug, und sein Arbeitgebers will mehr Profit machen.

Trotzdem lässt er sich nicht beirren.
„Schutz trotz Nutzung“ ist das Motto des Forstbetriebsleiters.

Er macht sich Gedanken, und lässt nicht wahllos alles vermodern.
Tolles Stammholz wird verwertet, und astiges Kronenholz wird für die Tier- und Pflanzenwelt liegengelassen.

Und das ist die zweite gute Nachricht:
es gibt noch Leute wie IHN…

Dass Herr Mergner mit Herz, Hirn, Mut und Engagement arbeitet, auf der
Suche (oder Findung?!) des goldenen Mittelwegs, finde ich ganz toll.
Solche Menschen braucht das Land!

Danke Herr Mergner, weiter so!!!

– – – – – – – – – – –

Energie aus dem Wald – Die Grenzen der Nachhaltigkeit
Ein Film von Lorenz Knauer gefunden beim BR „Unter unserem Himmel“

Quelle: BR

Schreibe einen Kommentar